Vorratshaltung für Krisen, Wetterlagen und die Einstellung der Lebensmittelversorgung

| 18. Februar 2014 | Keine Kommentare

Trotz eines in der Regel gut funktionierenden Lebensmittelversorgungssystems gibt es genug Gründe, Vorräte anzulegen und zu verwalten.

Der private Vorrat gibt Sicherheit in Krisenfällen, das kann auch schon ein längerer Stromausfall, extreme Schneesituationen oder Hochwasser sein.

Auch im normalen Alltag hat eine Vorratshaltung Vorteile: Zum einen ist der Vorrat eine gute Reserve, zum anderen kann man für die Vorratskäufe Sonderangebote nutzen und so billiger einkaufen.

Leere Vorratsregale in der Krise sind ein echtes Problem

Keine Lebensmittel zu bekommen – und das Vorratsregal sieht so aus… Besser ist es, für den Ernstfall vorbereitet zu sein. (Foto: Burgdorf)

Die Vorräte haben auch einen Nachteil: Man muss sich regelmäßig damit beschäftigen und darauf achten, dass die Lebensmittel regelmäßig nach ihren Haltbarkeitsdaten ausgetauscht werden. Ich erinnere mich daran, dass es früher bei mir Zuhause oft Wurst aus der Dose gab, weil mein Vater die Dosenwurst stets aktuell halten wollte und so immer wieder Wurst zum sofortigen Verzehr auf den Tisch kam. (Das war – nebenbei bemerkt – auch später bei der Bundeswehr nicht anders, da gab es einen Tag in der Woche, an dem die Küche Bestandteile der EPA anbot, des Verpflegungspaketes für Soldaten. Hier hatte die Bundeswehr in den 80er Jahren hunderttausende solcher Pakete auf Vorrat und musste – genau wie mein Vater im Kleinen – darauf achten, dass diese Vorräte aktuell blieben).

Es ist äußerst ratsam, immer einen Nahrungsmittelvorrat für einen Zeitraum von mindestens einem Monat im Haus zu haben. So stehst Du und Deine Familie in einem Notfall nicht ohne Lebensmittel da.

Denke bei der Planung Deiner individuellen Vorratshaltung an die Essgewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben Deiner Familienmitglieder.

Vorratshaltung

Hier sieht man einen eher typischen Vorrat an verschiedenen Fertiggerichten mit Heringsfiltes in der Dose, Eintöpfen , Suppen und Nudelsoßen. Auch dieser Vorrat muss gepflegt werden, es muss also darauf geachtet werden, wann die Produkte ablaufen. Besser wäre auch eine ordentliche Sortierung der Vorräte nach Typ und Haltbarkeit. (Foto: Burgdorf)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat Internetseiten erstellt, auf denen man sich anzeigen lassen kann wie ein solcher Notvorrat typischerweise aussehen kann. Dabei geht man eher von kürzeren Krisen aus, während echte Prepper ihre Vorräte ja für längere Zeiträume einlagern.

Vom Ministerium gibt es wertvolle Empfehlungen und Tipps zur Anlage und Pflege eines solchen Vorrats. Neben Tipps zur Haltbarmachung und Lagerung von Lebensmitteln können Sie mit dem Vorratskalkulator auch den  Vorratsbedarf für Deinen Haushalt individuell berechnen.

Dein persönlicher Lebensmittelvorrat wird sich je nach Vorlieben oder diätetischen Bedürfnissen sicherlich anders zusammensetzen. Vielleicht möchtest Du auch einen längeren Zeitraum absichern. Bedenke bei Deiner Planung auch, dass mit bestimmten Notfallsituationen auch ein Stromausfall verbunden sein kann.

Aus diesem Grund berücksichtigt die Beispielrechnung des Ministeriums nicht die Möglichkeit tiefgekühlter Vorräte. Den individuellen Gesamtbedarf an Notvorräten für Deine Familie kannst Du mit Hilfe des sehr gut gemachten Vorratskalkulators errechnen.

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Kategorie: Vorsorge

Über den Autor ()

Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

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