10 Punkte, mit denen Du bei sozialen Unruhen gewappnet bist

| 25. September 2014 | Ein Kommentar

Mit diesen 10 Punkten bist Du besser auf soziale Unruhen vorbereitet. Ich will hier definitiv keine Panikmache betreiben und auch nicht „den Teufel an die Wand malen“, aber ich habe die Riots in London 2011 erlebt und habe dabei gesehen, wie schnell die Situation über Tage komplett außer Kontrolle geraten kann. Ich selbst wähnte mich sicher, denn ich wohnte in einer besseren Gegend. Umso überraschter war ich, dass mein Supermarkt um die Ecke ebenfalls geplündert worden war und dass die Plünderer auch nicht davor zurückschreckten, ganze Straßenzüge in Brand zu setzen.

Was als Demonstrtation beginnt, kann leicht in Ausschreitungen und soziale Unruhen übergehen. Dafür gibt es auch hier in Europa genug Beispiele. Zeit, sich auf soziale Unruhen vorzubereiten. (Foto: © Gerhard Bittner - Fotolia.com)

Was als Demonstration beginnt, kann leicht in Ausschreitungen und soziale Unruhen übergehen. Dafür gibt es auch hier in Europa genug Beispiele. Zeit, sich auf soziale Unruhen vorzubereiten. (Foto: © Gerhard Bittner – Fotolia.com)

Die Bedrohungssituation in Europa hat sich seitdem nicht verbessert – ganz im Gegenteil. Schaut man nach Portugal, Griechenland und Spanien, sieht man, was auch hier passieren kann. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände rund um das Hamburger Schanzenviertel, die Ausschreitungen in Berlin und noch so viel mehr BEispiele zeigen, dass das Eis auf dem wir stehen deutlich dünner geworden ist.

Auch eine Seuche wie Ebola und die Flüchtlingsproblematik in Europa tragen (auch wenn es noch fern erscheint) dazu bei, dass wir uns Gedanken machen sollten. Dies mal vorausgeschickt.

Doch wie bereite ich mich auf sozaile Unruhen vor, kann ich überhaupt etwas machen, wenn der Mob durch die Straßen zieht und Gesetze und Strafen ihre abschreckende Wirkung verloren haben? Sicher ist man in der Stadt den Ausschreitungen hilfloser ausgesetzt, als wenn man mit ordentlichem Grundstück auf dem Land wohnt – aber wenn die Ausschreitungen länger anhalten, dann wird auch die Landbevölkerung betroffen sein.

1. Vorratshaltung aufstocken

Stell sicher, dass Deine Vorratshaltung auf dem aktuellen Stand ist. Das Minimum sind zwei Wochen, die Du überstehen können solltest, empfohlen sind drei Monate. Das bedeutet, dass Du für drei Monate Lebensmittel, Wasser und Hygiene- und Gesundheitsartikel vorrätig haben solltest.

2. Erste Hilfe und Arzneimittel

Bevorrate Dich auch mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, die Du einnehmen musst. Es kann nämlich sein, dass die Versorgung gestört wird oder gar völlig zusammenbricht. Sorge auch dafür, dass Du genug Verbandsmaterial, Pflaster, Erste-Hilfe-Handschuhe usw. im Hause hast.

3. Selbstversorger werden – mach Dich so unabhängig wie möglich

Wenn die öffentlichen Versorger ausfallen, musst Du in der Lage sein, Dich selbst zu versorgen. Hier ist jeder mit eigenem Haus im Vorteil, aber auch mit einer Wohnung kann man Schritte in die Richtung Selbstversorgung machen. Als Hausbesitzer legst Du einen Gemüsegarten an, nimmst vielleicht auch ein wenig Vieh. Als Bewohner einer Wohnung musst Du Dir ein eher versteckt liegendes Landstück in erreichbarer Nähe suchen, wo Du ohne großes Aufsehen zu erregen, Gemüse ziehen kannst.

Als Hausbesitzer sammelst Du Holz für den Ofen oder Kamin, als Wohnungsbewohner steht Dir unter Umständen diese Möglichkeit nicht offen, hier hilfst Du Dir mit ausreichend Decken und unter Umständen einem Gaskocher oder einer Heizung, die aus Gasflaschen gespeist werden kann. Klar, dass die eigene Solaranlage mit Speicher auch nur für Hausbesitzer möglich ist. Und Notstromaggregate kann man auch nur draußen betreiben.

Es gilt jedoch, alles auf den Prüfstand zu stellen und zu überlegen, ob man das jeweilige nicht auch selber machen, herstellen oder erledigen kann.

4. Überprüfe die Sicherheitsvorkehrungen und stelle Schwächen ab

Wenn Du in einem Einfamilienhaus, einer Villa oder auf einem Bauernhof wohnst, prüfe Deine Sicherheitsaustattung. Repariere ausgefallene Überwachungsanlagen und Alarmsysteme und überlege, wie Du Dein Wohnhaus sichern kannst. Jedes Fenster und jede Tür muss gesichert werden. Dazu gibt es zum Beispiel einbruchhemmendes Glas und besondere Verankerungen der Fenster und Türen, die auch bei der Hebelwirkung von Einbruchswerkzeugen nicht nachgeben.

Mit Bewegungsmeldern rund um das Haus fällt Dir auf, wenn jemand kommt. Sichere alle Zugänge zum Haus und erschwere am Besten bereits den Zugang zu Deinem Grundstück. Achte, wenn irgend möglich darauf, dass man von der Straße nicht zuviel sehen kann. Dazu kann man immergrüne Hecken anpflanzen, Mauern bauen und Tore schließen.

Lebst Du in einer Wohnung, sollte die Wohnungstür besonders gesichert werden. Lebst Du im Erdgeschoss, denke auch an die Fenster. Abschließbare Fenstergriffe sind das Mindeste. Besser sind Rollläden oder gar ins Mauerwerk eingelassene Gitter.

5. Bereite Dich auf Selbstverteidigung vor

Wenn Dich oder Deine Familie jemand angreift, musst Du in der Lage sein, Dich und Deine Familie zu verteidigen. In Amerika ist das einfacher als hier, weil da Schußwaffen erlaubt sind. Solltest Du eine Schusswaffe besitzen, bewerbe Dich für eine Waffenerlaubniskarte und bevorrate ausreichend Munition. Es kann auch nicht schaden, von Zeit zu Zeit zu üben. Wenn Du keine Erlaubnis zum Besitz einer Schusswaffe hast, musst Du gegebenenfalls auf andere Verteidigungsinstrumente setzen. Du kannst zum Beispiel mit einer Zwille Angreifer abschrecken, oder Du nimmst Pfefferspray. Informiere Dich, was zur Selbstverteidigung erlaubt ist.

6. Baue eine Gruppe auf, die zusammenarbeitet

Baue eine Gruppe auf, die in Krisensituation zusammenhält und ihre Gruppenmitglieder schützt. Ihr müsst Euch vertrauen können und offen sagen, was jeder beitragen kann. In London zum Beispiel haben sich die Bewohner von Straßen zusammengeschlossen, um sich zu verteidigen und Geschlossenheit zu demonstrieren. Gerade, wenn die Polizei versagt, ist dieses geschlossene Auftreten wichtig. Denkt daran, dass einer die Koordination übernehmen muss. Und beginnt damit in Friedenszeiten, damit ihr im Falle des Falles vorbereitet seid.

7. Bargeldreserve in kleinen Scheinen

Baut Euch eine Bargeldreserve in kleinen Scheinen auf. In Krisensituationen könnten Geldautomaten nicht wieder befülllt werden. Wenn Ihr immer mal wieder 5- und 10-Euronoten beiseite legt, sollte das reichen. Achtung: Wenn ein Schein geändert wird, solltet Ihr Euren Bestand an kleineren Banknoten umtauschen. Silbermünzen eignen sich, wenn Geld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert werden sollte.

8. Tauschartikel bevorraten

In Krisenzeiten kann es hilfreich sein, wenn Ihr etwas zum Tauschen habt. Selbst bei der besten Vorbereitung kann es sein, dass Ihr plötzlich etwas braucht, was Ihr nicht eingeplant hattet. Spiritousen, Zigarretten, Konserven, Kerzen, Batterien, Feuerzeuge und ähnliches sind gute Tauschgegenstände. Wenn Du selbst Gemüse anpflanzt oder Tiere hast, ist es auch gut.

9. Lies Dich schlau

Es gibt sehr viele Anleitungen aus dem Bereich Survival und Prepping. Kauf Dir ein paar Bücher (die funktionieren auch ohne Strom) und lies Dir die Tipps durch. Nicht alles passt auf Deine Situation, aber ein paar gute Tipps wirst Du sicher mitnehmen können.

10. Informiere Dich gut

Im Fall eines Ausnahmezustands kann es sein, dass der Strom ausfällt. Dein Fernseher funktioniert dann nicht mehr. Du brauchst dann ein batteriebetriebenes Radio, das idealerweise auch Kurzwellen empfangen kann. Sorge dafür, dass Du immer genug Batterien im Haus hast.

 

Mit diesen Tipps bist Du recht gut vorbereitet.

 

 

 

 

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Kategorie: Vorsorge

Über den Autor ()

Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

Kommentare (1)

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  1. preppers sagt:

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