Risikoanalyse aus 2013 zeigt, was uns bei Corona erwarten kann

| 27. Februar 2020 | Keine Kommentare

Aktuell haben viele den Eindruck, dass Bundes- und Landespolitiker mit der Bewertung der Herausforderungen und nötiger Maßnahmen zur Hemmung der Ausbreitung des Corona-Viruses überfordert sind. „So etwas haben wir noch nie erlebt, wir müssen jetzt erstmal sehen, welche Maßnahmen nun erforderlich sind“, so hört man Politiker aller Parteien reden. Zahlreiche Treffen und Diskussionen werden abgehalten – man verliert wertvolle Zeit.

Es würde sehr helfen, wenn die Entscheider aus Wirtschaft und Politik sich den Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz aus dem Jahr 2013 nochmal durchlesen würden. Hier steht ein Szenario drin, was sich auch auf das COVID-19-Virus anwenden lässt.

In diesem Bericht mit am Beispiel eines veränderten SARS-Erregers gut beschrieben, welche Auswirkungen zu erwarten sind, wenn man untätig bleibt und wie Deutschland die Ausbreitung eines neuen Viruses eindämmen kann.
In diesem Bericht mit am Beispiel eines veränderten SARS-Erregers gut beschrieben, welche Auswirkungen zu erwarten sind, wenn man untätig bleibt und wie Deutschland die Ausbreitung eines neuen Viruses eindämmen kann.

Wir haben den Bericht auf unserem Server zum Download bereitgestellt: Klicken Sie zum Download oder Lesen des Berichts auf den Link:

Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz

Ab Seite 55 schildert der Bericht sehr deutlich, was passieren wird, wenn Corona nicht rechtzeitig eingedämmt wird. Die angegebene Sterblichkeitsrate ist angenommen. Hier werden wir erst sehen müssen, welche Voraussetzungen dazu führen, dass eine Corona-Infizierung tödlich verlaufen kann, bzw. wieviel Prozent der mit Corona infizierten daran sterben.

Interessant ist auch das Papier Rahmenkonzept: Epidemisch bedeutsame Lagen erkennen, bewerten und bewältigen vom 29. Oktober 2019. Hier beschreibt das Robert Koch Institut, welche Möglichkeiten der Staat hat, um eine Epidemie einzudämmen. Der Politik stehen somit bereits seit Monaten und Jahren die Informationen zur Verfügung, die man jetzt aus der Schublade holen und zügig umsetzen kann.

Nur schnelles Handeln dämmt die Ausbreitung ein.

Dabei ist genau das Zögern und der Zeitverlust das Problem: wer die weitere Ausbreitung einer Pandemie verlangsamen möchte, muss vor Allem schnell und entschlossen handeln. Das heißt: Die Menschen müssen mit Verordnungen daran gehindert werden, sich neu anzustecken und bereits Infizierte müssen isoliert werden. Diese Quarantäne muss bei allen erfolgen, die aus Risikogebieten einreisen, ganz gleich, ob sie aus dem Urlaub, von einer Geschäftsreise oder als ausländische Touristen ins Land kommen. Hier ist besondere Eile geboten.

Bleiben Sie Zuhause, buchen Sie keine Reisen, denn es kann aktuell keiner vorhersehen, wie sich Corona entwickeln wird.

Grenzen schließen – Versammlungen absagen.

Es wäre unverantwortlich, Flughäfen und andere Landesgrenzen offen zu halten und auf das Beste zu hoffen. Wir müssen auch Messen und Veranstaltungen absagen – so schwer es im jeweiligen Einzelfall auch fällt.

Alle Orte, in denen viele Menschen auf kleinem Raum zusammenkommen, müssen rasch geschlossen werden. Dazu gehören auch Schulen, Kindergärten, Universitäten und Kantinen. Die Schließungszeit muss mindestens vier Wochen betragen.

Schul- und Kitaschließungen werden für berufstätige Eltern ein Problem darstellen. Die Arbeitgeber sind gefordert, hier mit den Betroffenen sinnvolle Lösungen zu verabreden.

Die Fahrt in Öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Bussen, S- und U-Bahnen, Straßenbahnen, Nah- und Fernverkehrszügen muss sehr zügig untersagt werden. Am Besten durch Verordnung, dass die Dienstleister ihren Betrieb für vier Wochen einstellen.

Arbeit aus dem Home-Office ermöglichen

Auch der Arbeitsplatz stellt einen möglichen Infektionsweg dar. Arbeitgeber sollten jetzt für ihre Mitarbeiter/innen Möglichkeiten schaffen, von zuhause aus zu arbeiten. Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, sollte vom Home-Office aus gearbeitet werden.

Wer noch kein Home-Office eingerichtet hat, sollte jetzt auf seine(n) Chef/in zugehen und ein Home-Office beantragen.

Solidarität und Intelligenz retten Leben

Jeder Bürger in Deutschland wird in den kommenden Wochen – hoffentlich schon bald – die Einschränkung der persönlichen Freiheit erleben. Es kommt darauf an, dass sich alle (!) an die Einschränkungen halten. Man sieht den Virus nicht – und die Fallzahlen mögen noch so gering sein, aber der Virus ist da und wird sich durch die Dummheit und Ignoranz mancher Leute ausbreiten.

Schützen Sie sich, indem Sie Veranstaltungen meiden und alle sozialen Kontakte herunterfahren. Telefonieren Sie, skypen Sie – aber versuchen Sie, alle Menschenansammlungen zu meiden.

Vorräte überprüfen und ausbauen

Es lässt sich heute noch nicht absehen, wie heftig die Maßnahmen der Regierungen ausfallen werden. Sollte das öffentliche Leben zum Stillstand kommen, ist es gut, wenn man für diesen Fall vorbereitet ist. Auf unserer Seite gibt es mehrere Artikel, die sich mit Vorratshaltung befassen (zum Beispiel hier, hier oder hier). Die Vorbereitung mit Vorräten ist auch günstig möglich, wie dieser Artikel zeigt.

Kaufen Sie einfach etwas mehr ein, um ihre Vorräte aufzustocken. Gehen Sie lieber mehrfach in Geschäfte, als einen Einkaufswagen zu voll zu machen. Noch sind die Regale voll und die Bevölkerung rechnet noch nicht mit dem, was kommen wird.

Überprüfen Sie Ihre Vorräte und denken Sie auch daran, dass es im Fall der Untätigkeit der Regierung zu Situationen kommen kann, die sich keiner vorstellen mag. Es wird spätestens bei Maßnahmen durch die Regierung zu Hamsterkäufen kommen, denn die Mehrheit der Menschen (vor Allem in den Städten) hat keine Vorratshaltung mehr.

Weniger wahrscheinlich sind Black-Outs und damit einhergehende Probleme mit der Wasserversorgung. Wir empfehlen dennoch, immer einen Vorrat von 150 – 200 Litern Wasser (pro Haushaltsmitglied) in Pet-Flaschen Zuhause zu haben. Streichhölzer, Feuerzeuge und ausreichend Kerzen sowie eine Sammlung der üblichen Batterien empfiehlt sich zur Abrundung.

Heftige Börsenturbulenzen erwartet

Börsen mögen Unsicherheit nicht. Da mit Corona jede Menge Probleme auf die stark vernetzte Wirtschaft zukommen, ist mit einem breiten Verfall der Börsenkurse zu rechnen. Besonders hart trifft es alle, die mit Reisen, Veranstaltungen, Automobilen und höherwertigen Gütern zu tun haben. Der DAX kann sogar unter 5000 Punkte fallen. Das wäre der heftigte Absturz in seiner Geschichte. Das wird nicht sofort passieren, deshalb ist jetzt bis Ende Februar die richtige Gelegenheit, um das Depot Schritt für Schritt abzubauen. Wenn die Hysterie erst um sich greift, sind erhebliche Verluste vorprogrammiert.

Beobachten Sie die Börsen in den nächsten Wochen genau. Schon bald werden sich Einstiegskurse bieten. Wer hier Geld langfristig anlegen kann, gehört zu den Gewinnern der Krise.

Stichworte: , ,

Kategorie: Allgemein

Über den Autor ()

Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.