Düsseldorf und Gütersloh testen das Modulare Warnsystem

| 19. Februar 2015 | Keine Kommentare

In einem Pilottest erproben die Feuerwehrleitstellen in Düsseldorf und Gütersloh die Inbetriebnahme des Modularen Warnsystems (MoWas). MoWaS dient zur Warnung der Bevölkerung und wird in Nordrhein-Westfalen auf Ebene der kommunalen Leitstellen eingeführt.

Das Modulare Warnsystem ist bereits seit 2013 in Betrieb. Es wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf Basis des Satellitengestützten Warnsystems (SatWas) entwickelt und den Ländern für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt.

Warnmeldungen können bisher durch den Bund und die Innenministerien aller 16 Länder verschickt werden. MoWaS kombiniert dabei bedarfsgerecht eine wachsende Zahl verschiedener Warnmittel, um die Bevölkerung gezielt, schnell und wirksam zu warnen. Aktuell werden über MoWaS Gefahrenmeldungen insbesondere an Rundfunk- und Fernsehanstalten übermittelt. Darüber hinaus können über MoWaS Paging-Dienste oder zukünftig auch Sirenen ausgelöst werden.

Ein System, viele Wege zur Warnung der Bevölkerung

MoWaS integriert dabei regionale Warnsysteme in eine bundesweit einheitliche Lösung zur Auslösung und Übertragung von Warnmeldungen in einem sicheren Netz. Über eine grafische Oberfläche kann ein Verantwortlicher in seinem Zuständigkeitsbereich die Region und die zu nutzenden Warnmittel auswählen, Warndurchsagen eingeben und dann per Satellit an den zentralen Warnserver übertragen. Dort werden über zentrale Regeln automatisch zum Beispiel länderspezifische Anforderungen berücksichtigt. Die Warnung erreicht dann gezielt die Region und die relevanten Empfänger über die gewählten Endgeräte. In Nordrhein-Westfalen soll MoWaS nun nicht nur auf Ebene des Innenministeriums eingesetzt werden, sondern auch durch die kommunalen, beziehungsweise integrierten Leitstellen.

Das Mo­du­la­re Warn­sys­tem (hin­ten im Bild) und die App (auf dem Smart­pho­ne) zur War­nung der Be­völ­ke­rung. /Foto: BBK)

Das Mo­du­la­re Warn­sys­tem (hin­ten im Bild) und die App (auf dem Smart­pho­ne) zur War­nung der Be­völ­ke­rung. /Foto: BBK)

App als ergänzendes Warnmedium

Als zusätzliche Möglichkeit zur Warnung der Bevölkerung wird in der aktuellen Pilotphase auch eine Smartphone-App getestet. Die App ersetzt dabei kein bisheriges Warnmedium wie Rundfunk oder Sirenen, sondern stellt eine sinnvolle Ergänzung des Systems dar.

Die Warnung ist dabei das zentrale Element der App. Warnungen können wahlweise in einer Karten- oder einer Listenansicht angezeigt werden. Dabei werden alle aktuellen Warnmeldungen angezeigt, die der Bund oder die Länder über MoWaS verschicken. Diese Warnungen können dabei auch als sogenannte Push-Meldung empfangen werden. Damit ist die App ein Warnmedium, das auch den sogenannten Weck-Effekt ermöglicht. Darüber hinaus finden Nutzer in der App zusätzliche relevante Informationen, z. B. über Unwetter oder aktuelle Pegelstände, sowie hilfreiche Handlungsempfehlungen und Notfalltipps, wie sie sich selbst und andere schützen können.

Die App wird für die Betriebssysteme iOS (ab Version 6.0) und Android (ab Version 2.3) entwickelt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle aktuellen Meldungen sind zudem auf der Website www.warnung.bund.de abrufbar und damit auch für Nutzer anderer Endgeräte verfügbar.

App-Name gesucht

Einen offiziellen Namen hat die App aktuell noch nicht. Über diesen kann noch bis zum 27. Februar 2015 unter http://www.bbk.bund.de/app abgestimmt werden.

 

(Pressemitteilung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastophenhilfe)

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Kategorie: Pressemitteilungen

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Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

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