Die Digitalisierung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken stellen eine große Bedrohung für die nächsten Jahre dar. Doch das ist noch lange nicht alles... (Grafik: fotolia/Igor)Die Digitalisierung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken stellen eine große Bedrohung für die nächsten Jahre dar. Doch das ist noch lange nicht alles... (Grafik: fotolia/Igor)

Überall machen sich Zukunftsforscher und Experten unterschiedlicher Bereiche Gedanken darüber, wie unsere Welt morgen aussehen wird. Ein besonders interessantes Feld ist das Bedrohungsszenario. Worauf sollten wir gefasst sein, was kann passieren und was wird mit ziemlicher Sicherheit passieren.

Die Experten sagen bereits seit längerem, dass die Anzahl der Bedrohungen steigt, insgesamt werden über 500 Bedrohungen erwartet, von denen wir hier nur die Wichtigsten anreissen möchten.

Was ändert sich gerade?

Sicherheit

  • Die Verbraucher erkennen mit zunehmender Sorge, dass Sicherheitsvorfälle und Bedrohungen ihrer Sicherheit deutlich zunehmen.
  • Verbraucher sehen sich zunehmend Gefahren ausgesetzt, gegen die sie sich persönlich nicht wehren können.
  • Gleichzeitig überwacht die Staaten ihre Bürger immer stärker. Dieser „Generalverdacht“ sorgt für Unzufriedenheit und Proteste. Unter dem Vorwand der Terrorabwehr wird flächendeckend überwacht und ausgewertet.
  • Die Macht und die Datensammelwut einiger Internetkonzerne, wie Google, facebook und Amazon (Liste nicht abschließend) wird von immer mehr Verbrauchern und der Politik zunehmend kritisch gesehen und als Bedrohung empfunden.
  • Firmen haben Schwierigkeiten damit, ihren Angestellten die Mitnahme von privaten Smartphones und Tablets an den Arbeitsplatz zu untersagen. Und auch technikversierte Mitarbeiter erfassen noch nicht das potenzielle Sicherheitsrisiko, wenn sie ihren persönlichen Dropbox-Account (oder jede andere andere Cloud-Lösung) am Arbeitsplatz nutzen.
  • Zu viele Firmenchefs denken, dass tragbare Technologie noch zu neu ist und dass sie deshalb noch kein ernstzunehmendes Risiko darstellt.
  • Eine aktuelle Studie der Schweizer Business-School ergab, dass 43 Prozent der Unternehmensführer das Risiko einer Digital Disruption nicht sehen oder nicht wissen, was das ist. (Unter Digital Disruption versteht man das Zerstören oder Neudefinieren ganzer Branchen mit Hilfe digitaler Technologien)
  • Wirtschaftskriege gegen die USA und ihre Verbündeten sind eine steigende Bedrohung. Die Wirtschafts-Spionage steigt weiter an, wie der BND uns mitteilte. Sehr aktiv seien Russland und China, die mit ungewöhnlichen Tricks selbst kleinere Unternehmen erfolgreich ausforschen.
  • Russland und die Ukraine sehen die wirtschaftliche Instabilität als große Bedrohung.
  • Religiös angetriebener Terrorismus wird auch weiter von geopolitischen Entwicklungen und den Änderungen im Mittleren Osten, der Sahel-Region und dem Horn von Afrika angetrieben.
  • Cyber-Erpressung von Unternehmen ist eine wachsende Bedrohung in USA und Europa. Hierbei werden wichtige IT-Strukturen in en Unternehmen außer Kraft gesetzt – plötzlich funktioniert nichts mehr. Eine Freischaltung und Wiederinbetriebsetzung ist erst nach Zahlung hoher Lösegelder möglich, wird aber auch dann oft nicht durchgeführt. Unternehmen verlieren so von einer Sekunde zur anderen ihre Handlungsfähigkeit.
  • Das schnelle Wachstum des Mobile Banking führt in einigen Ländern dazu, dass die Finanzunternehmen mit der Bedrohungslage überfordert sind und sich nicht ausreichend absichern. Der Bankraub der Zukunft findet nicht mehr in der Filiale statt.
  • Auch Mobile Malware wird sich über gefälschte oder gehackte Apps rasant verbreiten und versuchen, persönliche Daten, Kennwörter, Nachrichten und Mails auszulesen, um diese Informationen für kriminelle Operationen zu nutzen.
  • Die meisten Staaten sind nicht ausreichend gegen die potenziellen Bedrohungen für ihre Sicherheit und Wirtschaft gesichert.
  • Die globale Erwärmung wird als besonders aktuelles Sicherheitsrisiko eingestuft.
  • Cyber-Angriffe gegen die amerikanische nationale und wirtschaftliche Sicherheit nehmen in Frequenz, Stärke und Schwere deutlich zu. Die verursachten Schäden wachsen deutlich.
  • Der IS ist mittlerweile eine Gefahr für alle Staaten weltweit. Man ist nirgends mehr sicher, denn Terroranschläge können unvermittelt und ohne erkennbare Systematik überall passieren.
  • Die fortschreitende Automatisierung und Internetanbindung  von Flugzeugen und Fahrzeugen machen die Verkehrsmittel anfälliger für Cyber-Attacken. Erst kürzlich bewiesen Hacker, dass man sich das Bordnetz eines Jeeps einhacken konnte.
  • Flugzeuge und Veranstaltungen werden von ferngesteuerten Drohnen bedroht.
  • Terroristen und Geheimdienste feindlich gesinnter Staaten können Angriffe auf Firmen und lebenswichtige Infrastrukturen auch digital durchführen und müssen dafür nicht vor Ort sein..

Umwelt

  • Schon bevor der Meeresspiegel um einen Meter oder mehr ansteigt, wird die Gesellschaft nicht mehr änderbare Zerfallserscheinungen zeigen.
  • Das US-Verteidigungsministerium plant in allen sieben Stäben bereits mit den Änderungen des Klimas.
  • Fracking kann sich sehr negativ auf das Grundwasser auswirken, weil die Schicht zwischen eingebrachten Chemikalien und dem Grundwasser sehr dünn ist.
  • Der bereits begonnene Klimawandel stellt eine weiterhin wachsende Gefahr für den Wohlstand, die Gesundheit, die natürlichen Ressourcen (vor allem Trinkwasser), die Wirtschaft und die Umwelt dar.
  • Noch sind die Jagd, die Fischerei (Überfischung) und die Zerstörung der Lebensräume die größten Gefahren für die Tierwelt, aber die globale Erwärmung kommt nun mit ganz neuen Herausforderungen noch dazu.
  • Pflanzenseuchen bedrohen die weltweite Nahrungsversorgung.
  • Der schwere Raubbau am Grundwasservorkommen in Indien wird ein steigende Bedrohung für die Landwirtschaft Indiens.

Gesundheit

  • Die Sichelzellenkrankheit ist eine ernsthafte Bedrohung in den tropischen Regionen Afrikas und wird von der Weltgesundheitsorganisation als Bedrohung für das Gesundheitswesen angesehen.
  • Verbraucher werden beim Essen gesundheitsbewusster, das wird eine Bedrohung für Fastfood-Unternehmen und Lebensmittelhersteller.
  • Der weltweite Rückgang von tierischen Bestäubern, wie Bienen,  kann zu 1,4 Millionen zusätzlichen Toten pro Jahr führen, was eine Zunahme der Sterblichkeit um 2,7 Prozent bedeutet. Vitamin A- und Folsäuremangel und ein verstärktes Auftreten nicht-übertragbarer Krankheiten, wie Herz- und Kreislaufkrankheiten, Schlaganfall und bestimmte Krebsarten werden dadurch begünstigt.
  • Eine besondere Sorge gilt dem Stäbchenbakterium Klebsiella pneumonia, das bereits als wichtige Gefahr für die menschliche Gesundheit von Großbritanniens Regierung und der World Health Organisation (WHO) eingestuft wurde. Dieses Bakterium zeigt sich zunehmend resistent gegen Arzneimittel.
  • Die Humanmedizin steuert auf eine zunehmende Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika zu. Antibiotika wirken dann nicht mehr, was mehr Infektionen tödlich enden lassen kann.
  • Viele glauben, dass die Welt nicht ausreichend auf eine weitere Epidemie wie Ebola vorbereitet ist. Durch die globalen Reisebewegungen können sich Epidemien sehr schnell global ausbreiten und zu gefährlichen Pandemien werden.

Das waren die wichtigsten Bedrohungen der nächsten Jahre aus heutiger Sicht.

Die Digitalisierung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken stellen eine große Bedrohung für die nächsten Jahre dar. Doch das ist noch lange nicht alles... (Grafik: fotolia/Igor)
Die Digitalisierung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken stellen eine große Bedrohung für die nächsten Jahre dar. Doch das ist noch lange nicht alles… (Grafik: fotolia/Igor)

Es wird deutlich, dass wesentlich mehr in Sicherheit investiert werden muss, das betrifft digitale Sicherheit im Allgemeinen und Infrastruktur-Sicherheit von Staaten und Organisationen. Man schätzt, dass das Risiko durch Cyberangriffe 9 bis 21 Trillionen US$ der weltweiten wirtschaftlichen Wertschöpfung betragen wird, wenn Firmen und Regierungen nicht in der Lage sein werden, die Cyber-Bedrohungen erfolgreich zu bekämpfen.

Im Dezember treffen sich die Regierungen in Paris, um ein globales Programm zur Lösung der durch den Klimawandel erwarteten Probleme zu verabschieden. Dazu gehört, dass die Energieeffizienz erhöht und der Ölverbrauch gesenkt werden muss.

Was sehen Sie als größte Bedrohungen? Wir freuen uns über jede Ergänzung per Kommentar hier oder auf unserer facebook-Seite.

 

 

Dieser Beitrag entstand auf Basis eines Newsletters von Shaping Tomorrow. Wer mehr darüber erfahren möchte, welche Trends und Entwicklungen unsere Zukunft bestimmen können, sollte sich den kostenlosen Newsletter bestellen, der alle paar Tage einen Trend-Alarm bringt.

Von Redaktion

Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

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