Fünf Tipps für Sparsame, die kostengünstig vorbereitet sein möchten

| 10. März 2014 | 4 Kommentare

Wenn man auf das Schlimmste und jegliche Art von Katastrophe oder sozialen Unruhen gut vorbereitet sein will, kann man leicht tausende Euro ausgeben. Allerdings gibt es viele Leute, die sich überhaupt nicht vorbereiten, nicht einmal einen Mindestvorrat an Lebensmitteln anlegen und so bereits bei kleineren bis mittleren Krisen, wie zum Beispiel Hochwasser und längeren Stromausfällen oder Versorgungslücken durch starken Schneefall schon nicht mehr wissen, was sie als Nächstes essen können.

Die kleinste Form der Vorbereitung auf Krisen, Wetterkapriolen und Infrastrukturprobleme ist der Aufbau eines Vorratslagers. Mit den folgenden fünf Tipps kann der Haushaltsvorstand das Lager aufbauen, ohne dafür zuviel ausgeben zu müssen:

Aufbau eines Essensvorrats

Wenn man heute lange haltbare Lebensmittel in der Dose kauft, hat man reiche Auswahl und ist für den Notfall gut gerüstet. Suppen, Milch, Gemüse, Wurst, Fleisch, Obst und sogar Brot gibt es in der Dose. Lebensmittel in der Dose sind mehrere Jahre lang haltbar und brauchen nur einen Dosenöffner. Man kann im Notfall den Doseninhalt auch kalt verzehren.

Wichtig ist, dass man beim Kauf darauf achtet, möglichst viele Produkte zu kaufen, die man auch selbst essen mag. Denn wenn der Ernstfall nicht eintritt, kann man die Dosen deren Mindesthaltbarkeit erreicht wird, in den normalen Speiseplan aufnehmen. Denken Sie auch daran, die entnommenen Dosen beim nächsten Einkauf zu ersetzen.

Kaufen Sie gleich größere Mengen

Es empfiehlt sich, die Lebensmittelvorräte in größeren Mengen einzukaufen und als Verpackungseinheiten einzulagern. Das spart Wege und zunehmend erlaubt es auch bessere Preise. Achten Sie beim Einkauf auf Sonderangebote und denken Sie auch daran, ihre Vorräte an Batterien, Kerzen, Streichhölzern aufzubauen, wenn davon etwas im Angebot ist.

Wenn Sie einen Zugang zum Cash & Carry Lebensmittel-Großhandel haben, können Sie leichter größere Mengen kaufen. Achten Sie aber darauf, ob die Preise tatsächlich günstiger sind oder nutzen Sie auch hier Sonderangebote.

Wasservorrat anlegen ist besonders wichtig

Wenn eine Wetterkatastrophe Sie trifft, werden Sie Wasser brauchen. Trinkwasser könnte knapp sein, wenn zum Beispiel elektrische Wasserpumpen nicht mehr arbeiten, oder Trinkwasser durch Hochwasser verunreinigt wird. Achten Sie also darauf, einen größeren Wasservorrat anzulegen. Sie brauchen pro Person und Tag mindestens 5 Liter Wasser. Sie können das Wasser in 5-, 2- oder 1,5-Liter-Flaschen im Supermarkt kaufen. Gewöhnen Sie sich für eine Zeit an, bei jedem Einkauf stilles Wasser in Flaschen im 6er-Pack mitzunehmen.  Kaufen Sie dabei ruhig das günstigste Angebot. Achten Sie darauf, dass auch dieses Wasser nur begrenzt haltbar ist und somit regelmäßig verbraucht werden muss. Der Einkauf fällt preislich kaum auf – aber sie bauen sich damit einen Wasservorrat auf, der im Falle eines Falles Sie und Ihre Familie schützt.

Wasser in Flaschen

Einfaches Wasser in Flaschen gibt es in jedem Supermarkt. Nehmen Sie bei jedem Einkauf ein Sechserpack mit. (Foto: Markus Burgdorf)

Verpackungen reinigen und aufheben

Wenn ein Ausnahmezustand ihren Wohnort trifft, bestehen hohe Chancen, dass die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser eingestellt wird. Ein Problem besteht schon dadurch, dass Sie unter Umständen keine Möglichkeit haben, Ihr Geschirr abzuwaschen. Eine einfache Vorberteitung darauf ist das Aufbewahren von Joghurt-Bechern, beschichteten Dosen,  Gläsern, Plastikbehältern und allem weiteren, was sich als Not-Essgeschirr eignet. Wenn man diese Verpackungen in der Spülmaschine oder beim Abwasch mit säubert, kann man auch da innerhalb weniger Wochen eine Art Notvorrat anlegen.

Wir hatten kürzlich die Situation, dass wir Besteck zuviel hatten. Doch statt das wegzuwerfen oder im Internet zu verkaufen, haben wir das Besteck zu den Vorräten gelegt. Dort kann es bleiben und im Falle des Falles noch gute Dienste leisten.

Kaufen Sie Planen – und legen Sie sie zu den Vorräten

Auch der fünfte Tipp ist eigentlich ganz einfach, wird aber gerne übersehen: Mit Planen, also dünnen, blickdichten, größeren Plastikfolien, kann man in Krisensituationen eine Menge machen. Man kann mit einer Plane zum Beispiel Regenwasser auffangen, man kann etwas abhängen, sich selbst vor Regen schützen und warmhalten. man kann mit einer Plane auch Gegenstände abdecken, gerade wenn man möchte, dass diese nicht gesehen werden. Planen kann man günstig kaufen und für jeden Familienmitglied kann man eine Plane zurücklegen.

 

Mit diesen fünf sehr einfachen und kostengünstigen Tipps kann jeder Eigenheimbewohner seiner Familie einen Mindestschutz bieten. Wir werden in den nächsten Wochen auf Deutsche-Prepper noch viele Tipps veröffentlichen und freuen uns auch über Eure/Ihre Kommentare und Anregungen zum Thema.

 

 

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Kategorie: Tipps

Über den Autor ()

Der Betreiber von Deutsche-Prepper.de ist die Avandy GmbH, die als Kommunikationsagentur Unternehmen und Instititutionen in der Krisenprävention, dem Management von Krisen und der Reduzierung negativer Auswirkungen von Krisen berät. Das Unternehmen betreibt auch die Webseite rueckrufe.net. Gründer und Geschäftsführer Markus Burgdorf gilt als Krisen-Experte.

Kommentare (4)

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  1. hm sagt:

    Naja ok die Punkte sind nützlich. aber da fehlt ne ganze menge ^^ wie seifen, medikamente und und und ^^

    Güstige Öle blablabla ^^

    bin mal gesapnnt wie groß euere Liste wird ^^

  2. Redaktion sagt:

    Hallo hm,

    die fünf Tipps erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind die aus unserer Sicht fünf wichtigsten Tipps.

    Gerne können wir eine 10 Punkte-Liste machen, da passen dann auch weitere Vorbereitungen noch rein…

    Beste Grüße,

    Markus Burgdorf

  3. Lars Konarek sagt:

    Sehr gute Beiträge, ich lese schon seit einer Stunde… weiter so!

    Viele Grüße

    Lars Konarek

  4. Rico sagt:

    Lieber Kohlensäurehaltiges Wasser. In Kohlensäure kann kein „Leben“ entstehen.

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